Ursachen für diffusen Haarausfall


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Wirksame Hilfe bei Haarausfall


Zahlreiche Faktoren können diffusen Haarausfall verursachen.

Da die meisten dieser Gründe nicht nur die Haare ausfallen lassen, sondern den Körper insgesamt schwächen, ist es wichtig, genau herauszufinden, was die Ursache für den diffusen Haarausfall ist und diese anschliessend zu beheben.

Wenn die Ursache für den diffusen Haarausfall behoben ist, spriessen die Haare in den meisten Fällen von alleine wieder.

Stress

Eine häufige Ursache für diffusen Haarausfall ist Stress.

Durch den Stress werden die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, was dazu führt, dass die Haare verfrüht ausfallen.

Durch Stress kann auch erblicher Haarausfall verstärkt oder kreisrunder Haarausfall ausgelöst werden. Die Art des Haarausfalls (hier: diffus am ganzen Kopf) dient dann der Unterscheidung.

Depressionen

Ähnlich wie Stress können auch Depressionen einen diffusen Haarausfall verursachen.

Bei beiden potentiellen ursachen sollte man sich jedoch nicht darauf verlassen, dass es sich hierbei um die Ursache für den Haarausfall handelt, sondern sorgfältig untersuchen, ob nicht auch eine der folgenden Ursachen am Haarausfall beteiligt sein kann.

Hormonschwankungen

Vor allem bei Frauen kommt es in Phasen mit starken Hormonschwankungen und Umstellungen zu Haarausfall.

Besonders typische Phasen, in denen Frauen zu Haarausfall neigen sind:

  • Nach Geburten
  • Wechseljahre
  • Einnahme der Antibabypille
Auch bei den Hormonschwankungen kann es sowohl zu diffusem Haarausfall (Ausdünnung am ganzen Kopf) oder zu erblichem Haarausfall kommen (Kahlwerden am Oberkopf).

Mangelernährung

In den Industrieländern gibt es zwar nahezu keinen Hunger aufgrund von fehlendem Nahrungsangebot, aber manche Ernährungsgewohnheiten können durchaus zu Mangelernährung führen, die Haarausfall zur Folge haben kann.

Besonders drastisch tritt Haarausfall auf, wenn man insgesamt zu wenig isst oder die Nahrung durch drastische Mittel zu schnell wieder ausscheidet.

Beispiele für solche Mangelernährungen sind:

  • Längere Fastenkuren
  • Strenge Diäten (unter 1000 Kcal/Tag)
  • Magersucht (Anorexie)
  • Bulimie
  • Abführmittelmissbrauch
Aber auch einseitige Fehlernährungen können zu Mangelzuständen bei besonders wichtigen Vitaminen oder Mineralstoffen führen.

Problematisch hierbei sowohl Ernährungsweisen, die nur auf Fast-Food basieren als auch vermeintlich gesunde Ernährungsweisen, die besonders extrem sind und bei denen wichtige ernährungsphysiologische Gegebenheiten missachtet werden, beispielsweise manche Rohkosternährungen oder Veganismus.

Zu diffusem Haarausfall kann es bei Mangel von folgenden Vitaminen und Mineralien kommen:

  • Eisen
  • Zink
  • Selen
  • Vitamin A
  • Vitamin B
  • Vitamin H
  • Vitamin K

Medikamente

Auch die Einnahme einiger Medikamente kann diffusen Haarausfall auslösen.

Bei einigen Medikamenten, wie Zytostatika (Chemotherapie) kommt es bei höherer Dosis fast zwangsläufig zu Haarausfall, bei anderen nur in manchen Fällen.

Folgende Medikamente können Haarausfall verursachen:

  • Zytostatika
  • Antikoagulantien
  • Beta-Blocker
  • Lipidsenker
  • Retinoide (Vitamin-A-Derivate, die bei Hautkrankheiten eingesetzt werden)
  • Thyreostatika (Schilddrüsen-Medikamente)
  • Gestagene (Kontrazeptiva)
  • Hormonblocker

Infektionen

Haarausfall ist manchmal auch eine Folge von Infektionskrankheiten.

Folgende Infektionen können Haarausfall zur Folge haben:

  • Grippe
  • Typhus
  • Scharlach
  • Gürtelrose
  • Impetigo contagiosa
  • Karbunkel
  • Wundrose (Erysipel)
  • Herdgeschehen
  • Syphilis (im zweiten und dritten Stadium)
  • Pilzerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen - Erkrankungen des Hormonsystems

Ebenso können verschiedene hormonelle Erkrankungen, die den Stoffwechsel betreffen, Haarausfall verursachen.
  • Diabetes Mellitus
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Hyperthyreose (Schilddrüsen-Überfunktion)
  • Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Myxödem (Unterfunktion der Schilddrüse)
  • Unterfunktion der Hirnanhangdrüse (Hypophyse)

Andere Erkrankungen

Damit sind die Haarausfall-verursachenden Krankheiten aber noch nicht alle genannt.

Auch die verschiedensten anderen Krankheiten können diffusen Haarausfall verursachen:

  • Anämie (Blutarmut)
  • Morbus Crohn
  • Allergien
  • Gefäßspasmen
  • Fehlfunktion des Sympathikusnervs
  • psychische Traumen

Vergiftungen

Manche Vergiftungen haben auch Haarausfall zur Folge:
  • Thallium
  • Kadmium
  • Quecksilber
  • Pestizide

Strahlung

Die Strahlungen bei Strahlentherapie, aber auch radioaktive Verstrahlungen anderer Ursachen können zu Haarausfall führen.

Haarpflege

Sogar haarpflegende Massnahmen können die Haare so strapazieren, dass sie infolgedessen ausfallen oder abbrechen.

Wenn sie abbrechen, was man daran sehen kann, dass die abgefallenen Haare keine Wurzeln haben, ist es eigentlich kein richtiger Haarausfall, aber kahle Stellen kann man davon dennoch bekommen. Die Haare wachsen in diesem Fall aber ganz normal wieder nach.

Folgende Haarpflege-Massnahmen können Haarausfall zur Folge haben:

  • Dauerwelle
  • Färben
  • Straffe Zöpfe oder Pferdschwänze
  • Häufiges Kämmen

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